Warum spielst du eine Rolle?

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Mich macht es immer ganz wahnsinnig, wenn ich Frauen sehe, die nicht sie selbst sind. Die eine Rolle spielen (müssen), weil sie glauben, nur so dem Rest der Gesellschaft zu gefallen. Frauen, die sich hinter einer Fassade verstecken, weil sie glauben, dass sie sonst nicht gemocht werden. Frauen, die ihre Talente verstecken und ihre Fähigkeiten geheim halten, weil sie Angst vor dem Urteil ihrer Mitmenschen haben. Frauen die sich klein oder schon fast unsichtbar machen, weil sie Angst haben, was andere wohl von ihnen denken könnten.

Ich habe schon mit so vielen unglaublich tollen und fabelhaften Frauen gesprochen, die sich einfach nicht getrauen zu strahlen, die sich nicht erlauben, so fabelhaft zu sein wie sie sind. Sie plagen sich mit Fragen wie „Was werden meine Freunde sagen?“ / „Was werden meine Eltern denken?“ / „Mein Mann wird mich sicher auslachen“ …. !

 

Manchmal ist es einfach nur unsere Sorge, von anderen nicht gemocht zu werden, wenn wir uns so zeigen, wie wir wirklich sind. Nur leider wird es mit der Zeit auch immer schwieriger uns selbst überhaupt noch so anzunehmen wie wir sind! Irgendwann wissen wir dann auch selbst nicht mehr genau WER wir sind uns WAS wir selber wirklich wollen.

Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Wenn ja, dann Herzlich willkommen – auch ich bin eine, die immer allen gefallen wollte, aber zum Glück bin ich mittlerweile clean und geheilt! (Naja, zumindest zu 99%, denn auch mir passiert es noch, dass ich mich verbiege und eine Rolle spiele, um es anderen recht zu machen – aber mit den paar Augenblicken ab und zu kann ich mittlerweile ganz gut leben)

 

Wie gesagt, früher ging es mir so, wie es dir heute vielleicht noch geht! Wenn ich das Gefühl hatte, dass jemand über mich redet, hab ich mir tausend Gedanken gemacht und mich damit den schlimmsten und quälendsten Gefühlen ausgesetzt. Ich hab mir andauernd den Kopf darüber zerbrochen, wie ich von anderen gesehen werde und ob mich wohl auch alle mögen. Wenn ich mal irgendwo ein paar Wortfetzen einiger Kollegen aufgefangen habe, dachte ich sofort dass sie über mich reden. Ich habe auch immer und überall zwischen den Zeilen gelesen und dabei ist meist nicht positives herausgekommen. Wenn mir jemand auch nur was annähernd persönliches gesagt hat, dann hab ich tagelang darüber nachgedacht, was das alles wohl bedeutet, und warum mich diese Person vielleicht nicht mag.

 

Und glaub mir, das waren so Kleinigkeiten wie „Heute schaust aber müde aus“ oder „Hast du meine Mail schon gelesen“ (Und da läuft es schon das Gedanken Karusell: Was? Mail gelesen? Um Gottes willen, hab ich schon 5 Minuten nicht mehr meinen Mail Account gecheckt? Oh ja, hm – ich erledige das sofort und kann ich sonst noch was tun und bitte um Entschuldige, ich hab grad einen wichtigen Termin gehabt! Aber bitte glaub jetzt nicht, dass ich überfordert bin – ich wirke doch top fit auf dich oder? Ich schaffe das alles – ich bin eh perfekt und keine Sorge, ich mach eh auch noch Überstunden – mir machen 12 Stunden Tage auch gar nichts aus ….und nein, ich schaffe das alles ganz alleine – du siehst doch was ich als kann oder? Oder? ODER??? Du magst mich doch? )

 

Ich hab auch nie wirklich die Kleidung getragen, die mir gefallen hat. Ich dachte auch da immer, ich müsste mich anpassen und so rumlaufen wie alle, nur um akzeptiert zu werden. Also hab ich tagtäglich nette Blazer, blaue Blusen, öde Stoffhosen und langweile Pumps getragen. Klar, wenn du in einer Bank arbeitet oder so, dann siehst dein Outfit sicher auch so aus – aber ich hab mir das freiwillig angezogen – weil ich dachte, dass mich ja sonst keiner ernst nimmt. Und das war nicht nur im Job so – ich bin mit genau dem Style (OK, „Style“ ist jetzt vielleicht wirklich nicht das richtige Wort) auch auf Partys gegangen … noch Fragen?

Heute weiß ich es besser. Ich ziehe an, womit ICH mich wohl fühle und nicht wie ich glaube, dass es andere von mir erwarten. Das solltest du auch tun. Lege einfach Wert auf ein gepflegtes Outfit, mach das Beste aus dir – aber verkleide dich nicht, nur um anderen zu gefallen. Wenn dein Job ein bestimmtes Outfit verlangt, dann musst du dich eh anpassen. Aber dann leb deine Styling wenigstens in deiner Freizeit aus, und ziehe nur die Dinge an, die dir richtig Spaß machen. Dein Freizeit Style muss nur dir gefallen – alle anderen sollen wegschauen, wenn ihnen was nicht passt!

Verschwende nicht deine Zeit

Hör auf deine Zeit zu verschwenden um anderen zu gefallen. Bei mir hat das leider echt lange gedauert, und ich habe viel zu viel Energie gebraucht, um mich dauernd anzupassen und mein wirkliches Ich zu verheimlichen. Mach diesen Fehler nicht!! Geh deinen Weg und falls du es vergessen hast, finde ganz schnell wieder heraus wer DU wirklich bist und was DU wirklich willst.

 

Glaub mir eines, die meisten Menschen denken gar nicht darüber nach was du machst. Sie machen sich keine Gedanken, welches Outfit du anhast, warum du dir die Haare färbst oder warum deine Fingernägel Mintgrün sind. Und es wird immer Menschen geben, die ein Urteil über dich fällen oder eine Meinung über dich haben – auch wenn sie dich gar nicht kennen. Die meisten Menschen sind eben so. Wir sind so erzogen, wir wollen alles und jeden beurteilen, in eine Schublade stecken und kategorisieren. Akzeptiere einfach, dass das so ist – aber lass dich davon nicht abhalten, die Dinge so zu tun, wie du sie eben tun möchtest.

 

„Fuck, what people think“ … genau diese Bild hab ich auch immer wieder mal als Bild auf meinem Iphone – und es inspiriert mich jeden Tag dazu, mein Leben so zu leben, wie ich es will!

fuck-waht-people-think-selfnessgirl

 

Also – hör auch du auf, nach der Pfeife anderer zu tanzen und gibt selbst den Takt an und tanz auch mal aus der Reihe. Hör auf immer nur pflegeleicht zu sein, und beginne mit ersten kleinen Schritten wieder du selbst zu sein. Vielleicht bist du ja sogar überrascht, wie positiv andere darauf reagieren werden. Du musst es nur ausprobieren ….

Also, Let´s Go #SelfnessGirls!!!

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