Achtsamkeit und Mindfulness oder warum du auch mal wieder ALLEIN sein solltest

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Ich hab schon mal ein Gefühl gehabt, da wäre ich am liebsten vor mir selbst davon gelaufen. Vor mir und der Welt. Dabei war alles eh wie immer. Es war nur einfach zu viel. Zu viel Lärm, zu viele Menschen, zu viel Social Media und zu wenig Achtsamkeit und Mindfulness (wie es auf Englisch noch viel schöner klingt).

 

Ist es dir auch schon so ergangen?

Oft kommt es mir vor, als würde ich alles erfahren – ich erfahre, wo und wann wieder der Terror zugeschlagen hat. Ich erfahre, welche Tragödien sich um mich abspielen. Ich erfahre wer im Sport gewonnen hat und ich erfahre, wer was zu Mittag was gegessen hat. Aber wissen tu ich deswegen gar nichts. Ich weiß nicht, warum wieder eine Bombe explodiert ist. Ich weiß nicht, warum jemand sein Baby in einem Mülleimer abgelegt hat. Ich weiß nicht, warum diese Mannschaft grad besser ist also die andere. Und ich weiß auch nicht, mit wem die Menschen zu Mittag gegessen haben, die mir über ihr Essen auf Facebook berichten.

 

Ich erfahre also viel, aber wissen tu ich wenig

Und da kommt jetzt das schöne Wort Achtsamkeit ins Spiel, im englischen wird es mit Mindfulness übersetzt. Damit ist aber jetzt eben nicht Wellness, Massagen oder Tee trinken gemeint. Nein, es beschriebt unser Bedürfnis nach Werten. Danach wie wir mit der Welt, mit unseren Mitmenschen umgehen. Dieser Trend ist ein Resultat aus unserem ewigen „Schneller, Höher, Weiter“. Mehr verdienen, die besseren Urlaube machen, das bessere Auto fahren. Auch aus dem Lärm des Alltages gewinnen diese Begriffe ihre Energie. Wir sind dauernd umgeben von Massen. Massen an Menschen, Massen an Information, Massen an Produkten. Und genau deswegen wollen wir oft einfach vor uns selbst davonlaufen.


Wir sollten wieder mal für uns sein

Achtsamkeit und Mindfulness sind jetzt Begriffe, die immer wieder in den Medien auftauchen. Hinkommen tun wir aber nur alleine. Alleine mit uns selbst. Ohne Mp3 Player, ohne Instagram und Twitter, ohne WLAN und ohne erreichbar zu sein. Ohne dauernd etwas „zu müssen“. Achtsamkeit ist ganz einfach unsere Wahrnehmung. Eine Wahrnehmung ohne Filter, ohne Hashtag und ohne Likes. Sehen und spüren, ohne zu Bewerten. Das Ziel ist seelische Zufriedenheit.


Ein Trend der immer größer wird

Einige Konzerne verordnen ihren Mitarbeitern bereits Mail und Online Pausen. Bars und Restaurants werben damit KEIN Wifi zu haben und Mindfulness Programme halten Einzug in die Seminarwelt. Bei Zukunftsforscher Matthias Horx wird von einem neuen „Omline Trend“ gesprochen. Also offline ist dann jetzt Omline.


Ich denke spätestens jetzt wird auch dir klar, wovon die Rede ist?

Wenn du auch schon das Gefühl hattest, du willst hier raus, dann sei mal wieder ALLEIN. Geh raus, aber lass dein Smartphone zu Hause. Versuche im Zug mal einfach NICHTS zu tun und beobachte in aller Ruhe die Landschaft. Geh spazieren und pfeif auf deinen Schrittzähler und dein Fitness Gadet. Sei auch mal wieder ANALOG. Triff dich mit deinen Freunden, statt hunderte „What’s App“ Nachrichten zu schicken. Weißt du noch was ein Brief und Handschrift ist? Dann mach was draus….

 

Auf deinem Weg zu Achtsamkeit und Mindfulness wünsche ich dir tolle Eindrücke und Erfahrung, die dein Leben bereichern werden.


Ich bin die nächsten Stunden dann auch mal offline!
Bis bald, Martina Klementin

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